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«The beginning is disorder, tohuwabohu, chaos, from which the novel emerges, the complex, the world. To begin means creating this disorder deliberately, so that the forces that stir can be applied and have a chance to unfold and a path is created that is not a final resort or a getaway, but an opportunity, a chance, a promise.» (Aurel Schmidt, von Raum zu Raum, 1998)

The project tobuwabohu originated from the conviction that urban layout is far more than just a physical or material function, but is much more a geopolitical arrangement and expression of societal movement, inequality and needs. The manner, with which cities and spaces are shaped does not only substantially and profoundly influence societal relations, but also represents and reproduces them.

From this perspective, the questions posed through the design of our urban quarters, cities, the environment and their futures, is closely linked to the manner with which we live, what kind of humans we want to be and what kind of world we want to live in.

Guided by a cosmopolitan vision of the world, the project tohuwabohu aims at contributing to the discourse surrounding the unconditional participation in city life. In the house for cosmopolitical issues, society and culture are subject to collective creation for the day-to-day life. It is a place open for all and enriched by all.

After a quite long journey, the project tohuwabohu has finally found a home. In the former BLG Silo in Basel’s city quarter of Erlenmatt, the project will now finally settle in. The 100 year old building, which originally functioned as a warehouse for cacao and cereal, is a contemporary witness of the development of the area – from an industrial ground to a newly developed city quarter. Now it shall become a meeting point for cosmopolitan realities.

The Open Salon constitutes the heart of the project. Here, the desires, ideas and initiatives of the city dwellers are to be established. From neighborhood meetings, to exchange shops, garage sales, exhibitions, open learning opportunities, parties, or even adventure play grounds or gardening projects, everything is possible in the Open Salon.

An exceptional range of cultural and gastronomic opportunities – such as market stalls, concerts, exhibitions, lectures, cinema, theater and much more – give the occasion for some simple leisure time, or just enjoying a cup of tea and an exciting book, whilst enjoying the diversity of the house for cosmopolitical issues.

Another component of the project is the hostel. With its open and multicultural character, connections and encounters between locals and travels from all over the world are made possible. Cultures, hyper-cultures and modern realities collide with each in this unique place.

Despite these multifaceted opportunities, there is still room for more projects. A diverse mixture of creation and innovation, giving and taking, idleness and dynamics should be developed. Within a common dialog of all participants, synergies and resources can be stablished and distributed and according to each projects contents or financial situation even be located together in the house.

The project tohuwabohu defines itself as a platform. It will only come to life through the projects and ideas established within the house for cosmopolitical issues, the city quarter and the desires and day-to-day realities of the people moving within its grounds.

All space searchers, utopians, realists, initiators, current or future residents of the city quarter, or those just interested in the project are warmly invited to participate with ideas, projects, critique and commitment.

«Der Anfang ist die Unordnung, das Tohuwabohu, das Chaos, aus dem das Neue hervorgeht, die Komplexität, die Welt. Anfangen heisst, diese Unordnung vorsätzlich herzustellen, damit die Kräfte, die alles bewegen, einsetzen und sich entfalten können und es einen Weg gibt, der kein Ausweg ist, keine Flucht, sondern eine Möglichkeit, eine Chance, eine Verheissung.» (Aurel Schmidt, Von Raum zu Raum, 1998)

Das Projekt tohuwabohu enstand aus der Überzeugung, dass Stadtgestaltung weit mehr ist als eine blosse physisch-materielle Aufgabe – sondern ein geopolitisches Gefüge und Ausdruck von gesellschaftlichen Bewegungen, Ungleichheiten und Bedürfnissen. Die Art und Weise, wie Stadt und Raum gestaltet wird, nimmt wesentlich und tiefgreifend Einfluss auf gesellschaftliche Verhältnisse, bildet diese laufend ab und (re-) produziert sie.

Unter diesem Blickwinkel hängt die Frage nach der Gestaltung und der Zukunft unserer Quartiere, Städte und Umwelt eng damit zusammen, wie wir leben und welche Art von Menschen wir sein wollen – in welcher Art von Welt wir leben wollen.

Getragen von der Vision einer kosmopolitischen Welt will das Projekt tohuwabohu einen Beitrag leisten zum Dialog über und vor allem zur bedingungslosen Teilhabe an der Stadt. In dem Haus für Kosmopolitisches soll Gesellschaft und Kultur als ein gemeinsam zu gestaltender Ort des alltäglichen Lebens wahrgenommen werden. Ein Ort, der für alle offen und durch jede und jeden zu bereichern ist.

Nach einer langen Reise hat das Projekt tohuwabohu nun ein Zuhause gefunden! Im ehemaligen BLG Silo im Basler Stadtteil Erlenmatt wird es sich in den kommenden Monaten neu einrichten. Das 100-jährige Gebäude, ursprünglich als Lager für Kakao und Getreide errichtet, ist Zeitzeuge der Entwicklung des Areals vom industriellen Umschlagsort hin zum neu entstehenden Stadtteil. Nun soll es zum Begegnungsort kosmopolitischer Realitäten werden.

Das Herzstück des Projekts bildet der Offene Salon. Hier sollen die unterschiedlichsten Wünsche, Ideen und Initiativen der StadtbewohnerInnen verortet werden können. Von Nachbarschaftstreffen über Tauschläden, Flohmärkte, Ausstellungen, offene Bildungsangebote, Quartier- und Geburtstagsfeste bis hin zu einem Abenteuerspielplatz oder eigenen Gartenprojekten ist alles denkbar.

Ein rahmengebendes Angebot an Kultur und Gastronomie – in Form von Marktständen, Konzerten, Ausstellungen, Lesungen, Kino, Theater und vielem mehr – bietet darüber hinaus die Möglichkeit, einfach mal Musse zu tun, bei einer Tasse Tee ein Buch zu lesen und das bunte Nebeneinander im Haus für Kosmopolitsches auf sich wirken zu lassen.

Einen weiteren Bestandteil des Projekts bildet die Herberge. Durch ihren öffentlich-kulturellen Charakter schafft sie Verbindungen und Begegnungen zwischen Reisenden und Einheimischen aller Art, zwischen Kulturen und hyperkulturellen Realitäten.

Um all das drum herum bietet das Haus Raum für weitere Projekte. Hier soll eine bunte Mischung des Schaffens und Kreierens, des Anbietens und Tauschens, des Ruhigen und Bewegten wachsen können. Im gemeinsamen Dialog soll ausgearbeitet werden, wie Synergien und Ressourcen zwischen den Projekten genutzt werden können und wo sie sich – entsprechend ihren inhaltlichen und finanziellen Rahmenbedingungen – im Haus verorten können.

Das Projekt tohuwabohu versteht sich als Plattform. Zum Leben erweckt wird es erst durch die Projekte und Ideen, die sich im H​aus für Kosmopolitisches​ ansiedeln werden, durch das Quartier, in dem es steht und durch die Bedürfnisse und Alltagsrealitäten der Menschen, die es erforschen und besuchen werden.

Alle Interessierten, Raumsuchenden, Utopisten und Realisten, ProjektinitiantInnen, alle heutigen und zukünftigen QuartierbewohnerInnen sind herzlich eingeladen, sich mit Ideen, Projekten, Kritik und Engagement einzubringen!

Stiftung Habitat

stiftung-habitat.ch

Erlenmatt Ost

erlenmatt-ost.ch

Institute HyperWerk for Postindustrial Design
Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW

hyperwerk.ch

Grafikkollektiv

grafikkollektiv.ch

Laura Pregger
Vereinspräsidentin Depot Basel
Ort für kontemporäre Gestaltung

depotbasel.ch

Offcut - Materialmarkt für kreative Wiederverwertung

offcut.ch

Zur Bleibe

zurbleibe.tumblr.com

Grandhotel Cosmopolis Augsburg

grandhotel-cosmopolis.org

Werner Adams

werneradams.ch

Schoolyard
Handwerkergenossenschaft

schoolyard.ch

Steven Schoch
Verein Flatterschafft

flatterschafft.ch

BaselWandel

baselwandel.ch

Philippe Bischof
Leiter Abteilung Kultur Basel Stadt

baselkultur.ch

Prof. Dr. Ueli Mäder

Verein für Kosmopolitisches
Klingentalgraben 2
4057 Basel
Schweiz

Allgemeine Anfragen
welcome@thwbh.ch

Livia Matthäus
livia@thwbh.ch

Etienne Blatz
etienne@thwbh.ch

Luca Varisco
luca@thwbh.ch



Imprint
Gestaltung: grafikkollektiv.ch
Illustration: anjabornhauser.tumblr.com
Website: lukpopp.ch

en / de
Die Grandhotel Verschwörung
23. Mai 2016
«Im Jahr 2014 fanden wir es heraus: Der Mensch ist dazu gemacht in einem Grand Hotel zu leben (eine andere Erfindung der Engländer - man findet sie überall in der Schweiz noch). Grand Hotels sind die modernen Nomadenzelte, Basislager oder Unterstände. Endlich sind wir angekommen. Wir sind alle Gäste auf diesem Planeten, die für durchschnittlich 80 Jahre pauschal gebucht haben.»

Den ganzen Text gibt es hier zu lesen – als Inspiration für eine etwas andere Nachbarschaft!

Habitat freut sich auch!
20. Mai 2016
«Das über 100 Jahre alte Silo auf der Erlenmatt wird zum Ort der Begegnung. Mit einer einfachen Herberge und einem offenen Konzept wird das Projekt tohuwabohu das Quartier mit der Welt und die Welt mit dem Quartier verbinden. Wir freuen uns auf die gemeinsame Arbeit am Haus für Kosmopolitisches und wünschen tohuwabohu viele Menschen, die mitmachen und gutes Gelingen.»

Stiftung Habitat
Jetzt geht’s los!
21. Mai 2016

Bevor das umgebaute Silo anfangs 2019 seine Türen öffnet, werden zwar noch einige Monate ins Land ziehen – tohuwabohu startet aber schon jetzt!

In den kommenden zwei Jahren widmen wir uns der Suche nach Ideen, Wünschen und Projekten, welche im Haus für Kosmopolitisches zusammenkommen und in einen Dialog treten wollen. Wer sich an dieser Suche beteiligen will, bei konkreten Aufgaben mitanpacken möchte oder mit einem eigenen Projekt Teil von tohuwabohu werden will, sei herzlich eingeladen, sich bei uns zu melden!

welcome@thwbh.ch

Erlenmatt Ost
19. Mai 2016
Mehr Infos zum neu entstehenden Stadtteil gibt’s hier.
Eindrücke aus dem Silo
21. Mai 2016
Erbaut wurde das mächtige Eisenbetongebäude 1912 vom Basler Architekten Rudolf Sandreuter für die Basler Lagerghausgesellschaft BLG, die das Gebäude über Jahrzehnte zur Lagerung von Kakao und Getreide nutzte. Damals diente das Gebäude inmitten des Güterbahnhofs der Deutschen Bahn als wichtiger Umschlagsort für Waren. Je mehr der Güterbahnhof über die Jahre an Bedeutung verlor, desto mehr verschwand auch das Silogebäude aus dem Stadtbewusstsein. Als schliesslich der Bahnbetrieb auf dem Areal ganz eingestellt wurde, siedelte sich ums Jahr 2000 die Zwischennutzung nt/Areal auf dem Gelände an. Damit wurde das Silo Zeuge eines städtischen Transformationsprozesses: statt den mit Industriegütern beladenen Zügen rauschten nun Quartierfeste um seine Mauern, die ehemalige Bahnkantine nebenan wurde zum Kulturraum, auf den stillgelegten Geleisen rundherum entstanden unter anderem Kinderprojekte und Sonntagsmärkte.

Nach dem Ende der etwas mehr als zehnjährigen Zwischennutzung steht das Erlenmatt Ost Areal nun wieder im Umbruch: In den kommenden Jahren soll hier ein lebendiger Stadtteil mit einem vielfältigen Neben- und Miteinander von Lebensformen und Nachbarschaften entstehen. Das Silogebäude wird dabei inmitten des neuen Quartiers wieder zum Umschlags- und Begegnungsort – diesmal nicht von Waren, sondern von Bedürfnissen, Visionen und Projekten unter dem Dach des Kosmopolitischen.


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Silofest
10. September
19. Mai 2016
Am 10. September findet das nächste Silofest statt und es wird ein letztes Mal vor dem Umbau gefeiert. Wir werden vor Ort sein und freuen uns auf euren Besuch!

Infos zum Programm